Demenz betrifft hauptsächlich die ältere Generation und wird durch verschiedene Krankheiten verursacht, die sich auf das Gedächtnis und die Gehirnfunktion auswirken. Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Arten von Demenz, die häufigsten Symptome und was Sie zur Vorbeugung tun können.

Neuraxpharm bietet medikamentöse Alternativen zur Behandlung von Demenz. Sobald Ihr Arzt Ihre spezifischen Bedürfnisse ermittelt hat, kann er Ihnen das Produkt verschreiben, das am besten auf Ihre Bedürfnisse und Ihren Zustand abgestimmt ist.

Was ist Demenz?

Demenz ist ein weit gefasster Begriff, der viele verschiedene Krankheiten umfasst, die das Gehirn betreffen und die kognitiven Funktionen über das normale Altern hinaus verschlechtern. Der Begriff Demenz beschreibt eine Reihe häufig gemeinsam auftretender Symptome, darunter Gedächtnisverlust und Schwierigkeiten mit anderen Denkfähigkeiten, wie Sprache, Problemlösung und Entscheidungsfähigkeit. Die Symptome können bei den verschiedenen Formen der Demenz jedoch sehr unterschiedlich sein. Manchmal sind Menschen mit Demenz auch von Veränderungen in ihrer Stimmung und ihrem Verhalten betroffen. 

Obwohl auch jüngere Menschen betroffen sein können, stellt Demenz hauptsächlich ein Problem für Ältere dar und ist eine der Hauptursachen für Behinderungen und Pflegebedürftigkeit in der älteren Generation Die Krankheit ist jedoch kein Bestandteil des normalen Alterns und kann das Leben der Betroffenen und ihrer Familien und Betreuer stark beeinträchtigen.

Was sind die wichtigsten Arten von Demenz?

Es gibt viele verschiedene Arten von Demenz. Dies sind einige der häufigsten:

  • Alzheimer-Krankheit: Die häufigste Form der Demenz, von der man annimmt, dass sie 60-70 % der Fälle ausmacht, betrifft im Allgemeinen die über 65-Jährigen.
  • Vaskuläre Demenz: Dies ist die zweithäufigste Form der Demenz in der Altersgruppe der über 65-Jährigen.
  • Frontotemporale Demenz: Diese Erkrankung, die durch das Absterben von Nervenzellen und Nervenbahnen im Frontal- und Temporallappen des Gehirns verursacht wird, tritt eher bei Menschen unter 65 Jahren auf.
  • Gemischte Demenz: Wenn mehrere Arten von Demenz gleichzeitig auftreten, spricht man von einer gemischten Demenz. Dies betrifft meist die Alzheimer-Krankheit und die vaskuläre Demenz und tritt häufiger bei Menschen über 75 Jahren auf.
  • Lewy-Körperchen-Demenz: Eine fortschreitende Erkrankung, die die Fähigkeit zu denken und sich zu bewegen beeinträchtigt. Man geht davon aus, dass etwa 10-15 % der Menschen mit Demenz davon betroffen sind (2)
  • Parkinson-Demenz: Wenn die Demenz ein Jahr oder mehr nach dem Auftreten von motorischen Symptomen einsetzt, die mit der Parkinson-Krankheit in Verbindung stehen, spricht man von einer Parkinson-Demenz. Wenn die Demenzsymptome vor oder gleichzeitig mit den Parkinson-Symptomen auftreten, spricht man von einer Demenz mit Lewy-Körperchen(3).
  • Sonstiges: Eine in jungen Jahren einsetzende Demenz, auch bekannt als „early-onset dementia” oder „präsenile Demenz“, beschreibt eine Demenz, die vor dem 65. Lebensjahr diagnostiziert wird.

Wie viele Menschen leiden an Demenz?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet, dass weltweit etwa 50 Millionen Menschen an Demenz erkrankt sind, mit fast 10 Millionen neuen Fällen pro Jahr. In Europa sind derzeit etwa 10 Millionen Menschen an Demenz erkrankt und es wird erwartet, dass sich diese Zahl bis 2030 verdoppelt.

Symptome

Die konkreten Symptome, die bei Menschen mit Demenz auftreten, hängen von der zugrunde liegenden Krankheit und den betroffenen Teilen des Gehirns ab.

Was sind die Symptome einer Demenz?

Gedächtnisverlust ist eines der häufigsten und am weitesten verbreiteten Symptome einer Demenz. Aber es gibt noch viele andere Anzeichen, auf die man achten sollte. 

Zu den typischen Symptomen gehören:

  • Gedächtnisverlust, z. B. immer wieder die gleiche Frage stellen oder vergessen, wo Dinge aufbewahrt werden
  • Sprachprobleme, z. B. das Vergessen einfacher Wörter mitten im Gespräch
  • Orientierungsprobleme – dies kann dazu führen, dass man sich unterwegs oder zu Hause verirren kann
  • Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung
  • Unfähigkeit, tägliche Aufgaben wie das Kochen einer Mahlzeit zu erledigen
  • Persönlichkeitsveränderungen, z. B. Stimmungsschwankungen, Paranoia oder Depression

Was sind die Stadien der Demenz?

Wenn jemand anhaltende Gedächtnisprobleme hat, die für das jeweilige Alter als schwerwiegend betrachtet werden, aber immer noch in der Lage ist, alltägliche Aktivitäten auszuführen, wird dies als leichte kognitive Beeinträchtigung (LKB) bezeichnet. Menschen mit LKB entwickeln im weiteren Verlauf zwar häufig Alzheimer oder eine andere Form der Demenz, dies ist jedoch nicht bei jedem Betroffenen von LKB der Fall. Dieses Stadium wird auch als Prodromalphase bezeichnet.

Danach lässt sich der Beginn der Demenz grob in drei Stadien einteilen: früh, mittel und spät. 

1. Frühe Phase

Viele Formen der Demenz sind fortschreitend, sodass die frühen Anzeichen der Demenz oft unscheinbar sind und sich dann im Laufe der Zeit allmählich verschlimmern. Im Anfangsstadium können Symptome wie Vergesslichkeit und Verlust des Zeitgefühls auftreten, die jedoch oft übersehen oder als normale Alterserscheinungen abgetan werden.

2. Mittlere Phase

In der mittleren Phase werden die Symptome auffälliger, so z. B. das Vergessen von Personennamen oder das Verirren zu Hause. Alltägliche Aufgaben, wie das Anziehen oder das Zubereiten des Mittagessens, können zu viel werden und auch Verhaltensänderungen wie grundloses Umherwandern oder paranoides Verhalten können häufiger auftreten.

3. Spätphase

Die Spätphase der Demenz ist akuter und führt oft dazu, dass Betroffene sehr abhängig und inaktiv werden. So erkennen Betroffene möglicherweise geliebte Menschen nicht mehr, haben kein Zeit- oder Ortsgefühl mehr und Schwierigkeiten, zu gehen und zu kommunizieren. In dieser Phase benötigen Menschen mit Demenz meist eine Vollzeitpflege. Bei einigen kann sich das Verhalten so stark verändern, dass ihre Persönlichkeit vollkommen verändert erscheint. Sich darauf einzustellen, kann einer der schwierigsten Aspekte für Familie und Freunde sein. 

Ursachen, Risikofaktoren und Lebenserwartung

Demenz kann durch eine Reihe von verschiedenen Krankheiten verursacht werden. Viele davon sind mit einer ungewöhnlichen Ansammlung von Proteinen im Gehirn verbunden. Diese Proteine können die Funktion von Nervenzellen beeinträchtigen, wodurch verschiedene Bereiche des Gehirns schrumpfen.

Was verursacht Demenz?

Jede Demenzerkrankung hat eine eigene Ursache:

  • Alzheimer-Krankheit: Es wird angenommen, dass die Alzheimer-Krankheit durch eine Ansammlung von Proteinen im Gehirn verursacht wird, die abnorme Strukturen bilden, die sogenannten „Plaques“ und „Tangles“. Es ist nicht genau aufgeklärt, wodurch der Prozess verursacht wird, aber mit dem Fortschreiten der Krankheit gehen Nervenzellen im Gehirn verloren, wodurch die Signalübertragung zwischen den Gehirnzellen beeinträchtigt wird.
  • Vaskuläre Demenz: Dieser Begriff umfasst eine Gruppe von Erkrankungen, die auf Probleme mit der Durchblutung des Gehirns zurückzuführen sind. Dabei verhindern kleine Blutgerinnsel, dass Sauerstoff das Hirngewebe erreicht.
  • Frontotemporale Demenz: Dies ist ein weiterer Oberbegriff, der sich auf eine Gruppe von krankhaften Zuständen bezieht. Hier wird die Demenz durch abgestorbene Nervenzellen und Nervenbahnen im Frontal- und Temporallappen des Gehirns verursacht. Es werden abnorme Proteine gebildet, die die Kommunikation der Gehirnzellen stören.
  • Lewy-Körperchen-Demenz: Lewy-Körperchen sind abnorme Eiweißklumpen, die sich in den Teilen des Gehirns ansammeln, die mit dem Denken, der Bewegung, der Aufmerksamkeit und dem visuellen Bewusstsein verbunden sind.
  • Parkinson-Demenz: Die Symptome der Parkinson-Demenz werden ausgelöst, wenn dopaminproduzierende Nervenzellen im Gehirn abnehmen und absterben. Es wird angenommen, dass das Absterben der Nervenzellen mit einer Kombination aus Alter, genetischen Faktoren und Umweltfaktoren, wie z. B. der Expositionvonbestimmten Chemikalien, zusammenhängt.
  • Andere Arten der Demenz: Demenz bei Menschen unter 65 Jahren, die sogenannte präsenile Demenz („Young Onset Dementia“), kann durch eine Reihe von Krankheiten verursacht werden. Jüngere Menschen erkranken eher an selteneren Formen der Demenz und haben auch eine höhere Wahrscheinlichkeit, an einer erblich bedingten Demenz zu erkranken, als ältere Menschen (obwohl die Wahrscheinlichkeit einer vererbten Demenz sehr niedrig ist).

Ist Demenz erblich bedingt?

Viele Menschen machen sich Sorgen, an Demenz zu erkranken, vor allem, wenn ein Familienmitglied an der Krankheit gelitten hat. In den meisten Fällen wird Demenz jedoch nicht direkt durch die von den Eltern vererbten Gene verursacht.

Bei einigen Formen der Alzheimer-Krankheit und der frontotemporalen Demenz kann ein defektes Gen, das in der Familie weitergegeben wird, zur Entwicklung einer Demenz führen. Wenn Sie einen älteren Verwandten mit Demenz haben, bedeutet dies jedoch nicht zwangsläufig, dass Sie selbst im späteren Leben daran erkranken werden. Außerdem gibt es bei vielen Menschen mit Demenz keine familiäre Vorgeschichte der Krankheit.

Wer bekommt Demenz?

Die folgenden Risikofaktoren können eine Rolle dabei spielen, wer an Demenz erkrankt:

  • Alter: Dies ist der größte Risikofaktor für die Entwicklung der meisten Arten von Demenz, insbesondere bei Menschen in ihren späten 70er und frühen 80er Jahren.
  • Geschlecht: Ein Bericht von Alzheimer Europe aus dem Jahr 2020(5) legt nahe, dass Frauen im Vergleich zu Männern überproportional von Demenz betroffen sind. Die Studie ergab, dass in Europa 6.650.228 Frauen mit Demenz leben, mehr als doppelt so viele wie Männer (3.130.449).
  • Familie: Wie oben erläutert, kann in manchen Fällen die Familiengeschichte das Demenzrisiko erhöhen.
  • Rauchen und Alkohol: Sowohl das Rauchen als auch das Trinken von mehr als 21 Einheiten Alkohol (6) pro Woche erhöhen das Risiko, an Demenz zu erkranken.
  • Diabetes: Typ-2-Diabetes ist ein Risikofaktor sowohl für die Alzheimer-Krankheit als auch für die vaskuläre Demenz (7)

Wie lange kann man mit Demenz leben?

Es gibt derzeit keine Heilung für Demenz. Daher bedeutet eine Demenzdiagnose eine lebenslange Krankheit für den Betroffenen. Wenn jedoch eine frühzeitige Diagnose gestellt wird, besteht eine höhere Chance, die Symptome durch die richtige Behandlung und Unterstützung zu reduzieren, als dies bei einer späten Diagnose der Fall ist.

Verschiedene Studien haben untersucht, wie sich Demenz auf die Lebenserwartung auswirkt. Dies ist jedoch ein komplexes Unterfangen, da die Demenzdiagnose bei den meisten Betroffenen in späteren Jahren gestellt wird, einem Lebensabschnitt, in dem auch andere Erkrankungen die Lebenserwartung beeinflussen können. 

Die Lebenserwartung eines Demenzkranken hängt vom Alter bei der Diagnose ab und davon, ob die Diagnose in einem frühen oder in einem späteren Stadium der Krankheit gestellt wurde. Im British Medical Journal veröffentlichte Untersuchungen zeigten, dass Menschen, bei denen eine Demenz im Alter von 60 bis 69 Jahren diagnostiziert wurde, 6,7 Jahre lebten, während die Lebenserwartung bei denjenigen, bei denen die Diagnose im Alter von 90 Jahren oder später gestellt wurde, auf 1,9 Jahre sank(8)

Diagnose

Die Diagnose von Demenz kann einige Zeit in Anspruch nehmen Dazu wird Ihr Arzt eine Reihe von Untersuchungen durchführen und diese müssen möglicherweise von Spezialisten weiter vertieft werden.

Wie wird eine Demenzerkrankung diagnostiziert?

Wenn Sie sich Sorgen um Ihr eigenes Gedächtnis oder Ihre Gehirnfunktion machen, oder um die von jemand anders, besteht der erste Schritt darin, mit Ihrem Arzt oder einer medizinischen Fachkraft zu sprechen. 

Sie werden dann zunächst über die Veränderungen befragt, die Sie an Ihrem Gedächtnis festgestellt haben, sowie über alle anderen Schwierigkeiten, die Sie u. U. im täglichen Leben haben. Möglicherweise werden auch spezielle Fragebogen verwendet, um Ihre Gedächtnis-, Sprach- und Orientierungsfähigkeiten zu beurteilen. Es kann auch hilfreich sein, einen Freund oder Verwandten mitzunehmen, der dann ebenfalls vom Arzt befragt werden kann.

Untersuchungen zur Diagnose von Demenz

Es gibt keine Standarduntersuchung, um herauszufinden, ob Sie Demenz haben. Ihr Arzt wird stattdessen eine Reihe von Erstuntersuchungen durchführen und Sie dann, falls nötig, für weitere Untersuchungen an einen Facharzt überweisen. Dies kann ein Neurologe sein (der auf das Gehirn und das Nervensystem spezialisiert ist), ein Geriater (der auf die Pflege älterer Menschen spezialisiert ist) oder ein Psychiater oder ein anderer Facharzt für psychische Gesundheit.

Zu den Untersuchungen zur Diagnostizierung von Demenz gehören:

  • Blutuntersuchungen
  • Körperliche Untersuchungen
  • Tests der geistigen Fähigkeiten
  • wie z. B. eine CT- oder MRT-Untersuchung

Oft können Gedächtnisprobleme durch andere Faktoren verursacht werden, wie z. B. Depressionen, eine Infektion oder eine Schilddrüsenunterfunktion. Die Durchführung dieser Tests hilft den Ärzten, diese zunächst auszuschließen.

Behandlung und Medikamente

Es gibt viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit Demenz. Diese sollten auf den Einzelnen zugeschnitten sein, um die Art der Demenz sowie die Bedürfnisse des Betroffenen zu berücksichtigen. 

Wie wirdDemenz behandelt?

Neben einer Reihe von Medikamenten gibt es auch nicht-medikamentöse Behandlungen wie Therapien, Aktivitäten und Unterstützung; oft ist eine Kombination dieser Maßnahmen der effektivste Ansatz.

Medikation

Es gibt kein spezifisches Medikament zur Heilung von Demenz, aber einige Behandlungen können helfen, bestimmte Symptome zu lindern. Dazu gehören:

  • Cholinesterasehemmer: Sie wirken, indem sie den Abbau eines im Gehirn vorkommenden chemischen Stoffes namens Acetylcholin verlangsamen, der für Gedächtnis und Aufmerksamkeit von Bedeutung ist. .
  • NMDA-Rezeptor-Antagonist:: Dies ist eine Klasse von Medikamenten, die durch die Blockierung einer übermäßigen Menge eines chemischen Stoffes namens Glutamat im Gehirn wirken.
  • Antidepressiva:Viele Menschen mit Demenz erleben Stimmung und Reizbarkeit, und Antidepressiva können helfen.
  • Anxiolytika: Diese können verschrieben werden, um Angstzustände oder Unruhe zu lindern.
  • Antipsychotika: Diese können helfen, unerwünschte Gefühle und Verhaltensweisen zu kontrollieren, wie z. B. Aggression, Unruhe, Wahnvorstellungen oder Halluzinationen.

Therapie und Intervention

In mittleren bis späteren Phasen der Demenz werden häufig bestimmte Therapien eingesetzt, die sich auf das Gedächtnis und die Denkfähigkeit konzentrieren und einen positiven geistigen Schub bewirken können. Zu diesen Therapien gehören:

  • Reminiszenztherapie: Hier geht es darum, über Erinnerungen aus der Vergangenheit einer Person zu sprechen, entweder allein oder in einer Gruppe. Oft werden die Erinnerungen mit Musik, Fotos oder Gegenständen, die für den Einzelnen von Bedeutung sind, stimuliert.
  • Kognitive Stimulationstherapie (KST): Diese Therapie ist eher in den früheren Phasen der Demenz von Nutzen und beinhaltet Gruppenaktivitäten, die geistig stimulierend wirken, wie z. B. Kochen, Singen oder das Besprechen von Weltereignissen.
Beratung und Unterstützung können äußerst hilfreich sein, besonders wenn jemand versucht, mit der Diagnose Demenz klarzukommen und die damit verbundenen Veränderungen in seinem Leben zu akzeptieren. Manche Menschen profitieren von einer persönlichen Beratung, während andere es vorziehen, in einer Selbsthilfegruppe über ihre Erfahrungen zu sprechen.   Wichtig ist, dass pflegende Angehörige auch für ihre eigenen Bedürfnisse Hilfe und Unterstützung suchen, denn für sie gibt es ähnliche Angebote. Jemanden zu pflegen, der an Demenz erkrankt ist, kann anstrengend und stressig sein. Und zu sehen, wie sich ein geliebter Mensch verändert, kann ebenfalls eine Belastung darstellen.

Ernährung

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Umstellung auf eine gesundere Ernährung in der mittleren Phase des Lebens, wie z. B. die Aufnahme qualitativ hochwertigerer Fette, der Verzehr von mehr Gemüse und die Einschränkung von Salz und Zucker, mit einem verringerten Demenzrisiko im späteren Leben verbunden ist.

Menschen, die mit Demenz leben, sollten auch ermutigt werden, sich gesund zu ernähren. Denn eine gesunde Ernährung wirkt sich nicht nur auf die körperliche Gesundheit aus, sie kann auch die Gesundheit des Gehirns beeinflussen. Versuchen Sie, eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse (vor allem Blattgemüse), Vollkornprodukten, Fisch, Nüssen und Beeren sowie Geflügel zu sich zu nehmen.

Wenn Sie jemanden mit Demenz betreuen, kann es schwierig sein, den Betroffenen zu einer ausgewogenen Ernährung zu ermutigen. Wenn sich die geistigen Fähigkeiten verschlechtern, vergessen sie möglicherweise zu essen oder zu trinken, haben Schwierigkeiten bei der Nahrungszubereitung und finden, dass der Vorgang der Nahrungsaufnahme immer schwieriger wird.

Auch die Geschmäcker und der Appetit können sich dramatisch ändern. Wichtig ist, dass die Mahlzeiten Spaß machen. Berücksichtigen Sie daher die Lebensmittel, die der Betroffene gerne isst. Und versuchen Sie, ein Gleichgewicht zwischen diesen und gesunden Lebensmitteln herzustellen, um sicherzustellen, dass die Ernährungsbedürfnisse des Demenzkranken erfüllt werden.

Körperliche Betätigung

Bewegung ist nicht nur ein wichtiger Faktor bei der Vorbeugung von Demenz, sondern auch ein entscheidender Teil der Behandlung und Pflege. Menschen mit Demenz haben mehr körperliche Gesundheitsprobleme als gleichaltrige Menschen ohne Demenz. Daher ist es extrem wichtig, aktiv zu bleiben.

Je nach Phase der Demenz können verschiedene Arten der körperlichen Betätigung angemessen sein. In den frühen und mittleren Phasen der Demenz verlieren viele Menschen nichts an körperlicher Leistungsfähigkeit und können Gartenarbeit, Tanzen, Spazierengehen und viele sportliche Aktivitäten genießen. Dies kann sich in den späteren Phasen jedoch drastisch ändern. Abgeänderte Übungen im Sitzen und einige einfache Übungen zur Unterstützung des Gleichgewichts und des Stützapparats können hilfreich sein.

Prävention

Forschungsergebnisse zeigen, dass eine gesunde Lebensführung wie z. B. eine gesunde Ernährung, Bewegung, kognitive Stimulation, ein geringer Alkoholkonsum und Nichtrauchen das Risiko von Alzheimer-Demenz verringern kann.

Die Forschungsergebnisse sagen aus, dass einfache Änderungen der Lebensführung das Demenzrisiko verringern können und dass die Kombination verschiedener Faktoren der Lebensführung die effektivste Methode der Prävention darstellen könnte. So konnte das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, zum Beispiel durch eine Kombination von vier oder fünf Faktoren der Lebensführung um 60 % gesenkt werden, verglichen mit keinem oder nur einem Faktor.

Ein von Lancet(6) in Auftrag gegebener Bericht über Demenzprävention, -intervention und -pflege aus dem Jahr 2020 kam zu ähnlichen Ergebnissen. In dem Bericht wurden 12 „ Risikofaktoren“ identifiziert, die für etwa 40 % der weltweiten Demenzerkrankungen verantwortlich sind und die theoretisch verhindert oder verzögert werden könnten. Der Bericht unterstreicht die Bedeutung der Prävention und betont, dass es nie zu früh oder zu spät ist, präventive Maßnahmen bezüglich dieser 12 Risikofaktoren zu ergreifen: Niedrige Bildung, Bluthochdruck, Schwerhörigkeit, Rauchen, Fettleibigkeit, Depression, Bewegungsmangel, Diabetes, wenige soziale Kontakte, übermäßiger Alkoholkonsum, traumatische Hirnverletzungen und Luftverschmutzung.

Zu den wichtigsten präventiven Maßnahmen, die für Betroffene empfohlen wurden, gehörten:

  • Kognitiv, körperlich und sozial aktiv bleiben im mittleren und späten Lebensalter 
  • Verwendung von Hörgeräten zur Verringerung des Demenzrisikos durch Schwerhörigkeit 
  • Regelmäßige Bewegung in der Lebensmitte und möglicherweise im späteren Leben, um das Risiko von Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern
  • Minimierung der Exposition gegenüber Luftverschmutzung und Passivrauchen
  • Einschränkung des Alkoholkonsums
  • Einschränken oder Aufhören zu rauchen 

Wissenschaftliche Studien

Es wird daran geforscht, ein Heilmittel für Demenz zu finden und es gibt viele Studien, in denen neue Medikamente untersucht werden.

Neben dem Wettlauf um die Suche nach einer neuen Behandlung gibt es auch gute Fortschritte beim Verständnis und Bewusstsein für Demenz. Dazu gehört die Entdeckung einer neuen Art von Demenz mit der Bezeichnung LATE (11), und die Entwicklung eines einfachen Bluttests, der mit einer Genauigkeit von 94 % (12) den Nachweis der Alzheimer-Krankheit ermöglicht, lange bevor dazu in der Lage sind.

Referenzierte Quellen

  1. World Health Organization. Dementia. Published September 2020. Accessed January 2021. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/dementia
  2. Dementia UK. Dementia with lewy bodies. Accessed February 2021. https://www.dementiauk.org/understanding-dementia/types-and-symptoms/dementia-with-lewy-bodies/
  3. National Parkinson Foundation. Parkinson’s dementia. Accessed February 2021. https://www.parkinson.org/sites/default/files/PD%20Dementia.pdf

  4. World Health Organization. Areas of work: dementia. Accessed January 2021. https://www.euro.who.int/en/health-topics/noncommunicable-diseases/mental-health/areas-of-work/dementia

  5. Georges J, Miller O, Bintener C. Dementia in Europe Yearbook 2019: estimating the prevalence of dementia in Europe. Luxembourg: Alzheimer Europe; 2020. doi:10.13140/RG.2.2.16880.81923
  6. Livingston G, Huntley J, Sommerlad A et al. Dementia prevention, intervention, and care:   2020 report of the Lancet Commission. Lancet. 2020;396(10248):413-446. doi:10.1016/S0140-6736(20)30367-6
  7. Cholerton B, Baker LD, Montine TJ, Craft S. Type 2 diabetes, cognition, and dementia in older adults: toward a precision health approach. Diabetes Spectr. 2016;29(4):210-219. doi:10.2337/ds16-0041
  8.  Rait G, Walters K, Bottomley C, Petersen I, Iliffe S, Nazareth I. Survival of people with clinical diagnosis of dementia in primary care: cohort study. BMJ. 2010;341:c3584. doi:10.1136/bmj.c3584
  9. Sindi S, Kåreholt I, Eskelinen M et al. Healthy dietary changes in midlife are associated with reduced dementia risk later in life. Nutrients. 2018;10(11):1649. doi:10.3390/nu10111649
  10. Dhana K, Evans DA, Rajan KB, Bennett DA, Morris MC. Healthy lifestyle and the risk of Alzheimer dementia: findings from 2 longitudinal studies. Neurology. 2020;95(4):e374-e383. doi:10.1212/wnl.0000000000009816
  11. Nelson P, Dickson T, Trojanowski JQ et al. Limbic-predominant age-related TDP-43 encephalopathy (LATE): consensus working group report. Brain. 2019;142(6):1503-1527. doi:10.1093/brain/awz099
  12. Schindler SE, Bollinger JG, Ovod V et al. High-precision plasma β-amyloid 42/40 predicts current and future brain amyloidosis. Neurology. 2019;93(17):e1647-e1659. doi:10.1212/WNL.0000000000008081
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